Relocation: Merkel will monatlich 500 Flüchtlinge aus Italien und Griechenland holen

Bild: Wikimedia Commons/Tobias Koch  CC-BY-SA-3.0-DE

Bundeskanzlerin Angela Merkel beabsichtigt im Rahmen des Umverteilungsprogramms, monatlich 500 Flüchtlinge aus Italien und Griechenland zu übernehmen. Das verkündete die Kanzlerin beim heutigen Flüchtlingsgipfel in Wien.

Deutschland nehme am Relocation-Mechanismus teil und habe bereits Italien informiert, dass „wir uns mit mehreren Hundert pro Monat an dieser legalen Umsiedlung beteiligen“, vermeldet die Nachrichtenagentur Sputnik. Ein ähnliches Angebot sei auch Griechenland unterbreitet worden. Dabei merkte die Bundeskanzlerin an, dass angesichts der vielen Flüchtlinge, die schon in Deutschland seien, „natürlich alle Mitgliedstaaten am Zuge sind, nicht nur die, die entlang der Balkanroute liegen“.

„Aber auch wir haben unsere Pflicht, natürlich unseren Anteil an den 160.000, die wir vereinbart haben, zu übernehmen“, so Merkel. Außerdem sagte die Bundeskanzlerin, es sei nicht zu erwarten, dass Ungarn an der Relocation teilnehme. Jedoch sei es gut, dass inzwischen bereits sehr viele Mitgliedsstaaten Flüchtlinge aufgenommen hätten, „wenn auch zum Teil kleine Zahlen“.  Es gebe bereits etwa 4000 Menschen, die vom Festland, von Griechenland, in die Europäische Union verteilt worden seien.

Laut dem griechischen Ministerpräsidenten gibt es noch deutlich mehr als 5000 weitere Flüchtlinge, die nach diesem Mechanismus verteilt werden können. „Deshalb muss dieser Mechanismus beschleunigt werden“, so Merkel weiter. Wenn die Zehntausende Flüchtlinge, die sich zurzeit in Griechenland befänden, den Eindruck hätten, dass sie nicht legal in die europäischen Mitgliedsstaaten kommen könnten, auch wenn sie berechtigt seien, dann werde der Druck auf die bulgarisch-griechische Grenze zunehmen.

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