Hendricks verteidigt Klimaschutzplan

Bild:  Flickr.com/UNclimatechange  CC BY 2.0

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat ihren umstrittenen Klimaschutzplan vor dem Hintergrund der Klimakonferenz von Marrakesch verteidigt. "Es ist völlig klar, dass wir nicht nur aus der Kohle, sondern letztlich ganz aus der fossilen Energiewirtschaft aussteigen", sagte die SPD-Politikerin der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Neues Deutschland": "Im Klimaschutzplan ist der Kohleausstieg nach wie vor enthalten: Der schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Bis 2030 – das geht aus dem Plan deutlich hervor – muss bereits die Hälfte der Kohleverstromung im Vergleich zu 2014 beendet sein." Ob Deutschland jedoch seine eigenen Klimaziele bis 2020 erreichen werde, ließ Hendricks mit Blick auf die Bundestagwahlen im kommenden Jahr offen: Neue Klimaschutzmaßnahmen müsse die nächste Regierungskoalition entscheiden.

Die Bundesumweltministerin lobte die Entscheidung der ärmsten Länder, zukünftig auf erneuerbare Energien zu setzen. "Es ist aber ungleich schwieriger, aus der Kohle herauszukommen, wenn sie so tief darin stecken wie Deutschland. Das erfordert nichts Geringeres als eine tiefgreifende Transformation, und dafür brauchen Sie Zeit," sagte Hendricks mit Bezug auf die Auseinandersetzungen zwischen den Ministerien um den deutschen Klimaschutzplan.

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