Schwedischer Premier fordert Dialog mit Russland

Bild:  Flickr.com/News Oresund  CC BY 2.0

Angesichts wachsender Spannungen zwischen Russland und der Nato im Ostseeraum fordert Schwedens Premierminister Stefan Löfven eine Stärkung des Dialogs mit Russland. "Alle politischen Spitzen sind verpflichtet, einen Weg zu finden, diese Spannungen abzubauen", sagte Löfven im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Schweden lehne die Eskalationen auf der Krim und in der Ostukraine entschieden ab. Dennoch sei ein multilateraler Dialog mit Russland unerlässlich, sagte der schwedische Regierungschef am Rande des Forums zur EU-Strategie für die Ostseeregion in Stockholm.

"Ich möchte eine gemeinsame Sicherheitsagentur entwickeln", so Löfven. "Dabei helfen Dialogveranstaltungen wie dieses Forum – wir hätten gerne auch hochrangige russische Teilnehmer hier." Als Beispiel für einen Sektor, auf dem es nach wie vor einen regionalen Sicherheitsdialog mit Russland gebe, nannte der Premier eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Sicherheit der zivilen und militärischen Luftfahrt im Ostseeraum.

Die Ostseeregion wird seit der Annexion der Krim durch Russland zunehmend zu einem Aufrüstungs- und Spannungsgebiet. Russland stärkt seine militärische Präsenz in der Exklave Kaliningrad. Die Nato-Staaten haben beschlossen, multinationale Verbände in Estland, Lettland und Litauen zu stationieren.

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