Import von Verrohung

Die Nachricht schockierte gestern Deutschland: Wieder einmal wurde ein Obdachloser Opfer eines Verbrechens. Sieben Jugendliche sollen in einem Berliner U-Bahnhof einen Wohnungslosen angezündet haben. Die Polizei bat die Öffentlichkeit bei der Ermittlung der Täter um Hilfe. Inzwischen sind alle jungen Männer in Gewahrsam. Sechs von ihnen hatten sich selbst gestellt. Der Siebte sei von Zivilfahndern vorläufig festgenommen worden. Bei den Männern zwischen 15 und 21 Jahren soll es sich nach Angaben der Polizei um sechs Syrer und einen Libyer handeln. Es ist eine Tat, die sprachlos macht und dennoch angemessener Worte bedarf. Sie wirft vor allem moralische Fragen auf.

Wie verroht, wie abgestumpft und eiskalt müssen Menschen sein, um einen anderen Menschen anzuzünden? Noch dazu, wenn sie selbst als vermeintlich Schutzsuchende erst vor wenigen Monaten in diese Gesellschaft eingetreten sind. Wenn sie selbst Schutz und Obdach erhalten haben und nun jene auf so grausame Art und Weise mit Verachtung strafen, die durch dieses Netz der Menschlichkeit in der Gesellschaft hindurchgefallen sind. Muss so etwas nicht in die Bewertung einer Straftat und damit auch in das Strafmaß mit einfließen? Es war Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, der jüngst in der Talkshow von Sandra Maischberger darauf hinwies, dass die Menschen…

Quelle: Tichys Einblick
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