Plädoyer für eine atomare Aufrüstung

Erinnern Sie sich noch, lieber Leser, wer in den frühen neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die drittgrößte Atommacht der Welt gewesen ist? Direkt nach den USA und der Russischen Föderation? Nein – es war nicht China, nicht Indien, nicht Frankreich oder Pakistan. Es war die Ukraine. Nach dem Zusammenbruch der Union der Sozialistischen Räterepubliken verfügte das mittelosteuropäische Land über rund 180 atomar bestückte Interkontinentalraketen. Daneben besaß die Ukraine zahlreiche strategische und taktische Nuklearwaffen. Das junge, unabhängige Land erklärte sich am 2. Juli 1993 bereit, auf den Atommacht-Status zu verzichten.

Am 14. Januar 1994 unterzeichneten die Präsidenten der Ukraine, der Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation ein Abkommen über die Vernichtung des auf ukrainischem Boden befindlichen Atomwaffenpotentials. Im Budapester Memorandum zu den Sicherheitsgarantien schloss sich das Vereinigte Königreich den dort niederlegten Zusagen an. Sie besagten, dass die Unterzeichnerstaaten die bestehenden Grenzen der atomwaffenfreien Ukraine auf Basis der KSZE-Vereinbarungen von 1975 völkerrechtlich anerkennen, keine Gewalt gegen die Ukraine anwenden oder androhen, sowie keinen wirtschaftlichen Druck auf die Ukraine ausüben werden, um damit Änderungen der völkerrechtlich garantierten Grenzen zu bewirken…

Quelle: Tichys Einblick
Plädoyer für eine atomare Aufrüstung

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