Ramelow verteidigt Regierungsbeteiligungen der Linkspartei

Bild:  Flickr.com/DIE LINKE Sachsen-Anhalt  CC BY 2.0

Ein Plädoyer für Linkspolitiker in Regierungsverantwortung hat der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) in einem Interview mit der Tageszeitung "neues deutschland" gehalten. Vieles, was heute in Thüringen unter Rot-Rot-Grün praktiziert werde, "ist in Schwerin und Berlin ausprobiert worden", erklärte Ramelow mit Blick auf frühere rot-rote Landesregierungen. Umweltpolitik in Mecklenburg-Vorpommern, Rekommunalisierung von Strom, im Europaparlament ein aktiver Kampf gegen Wasserprivatisierung, Einsatz für Sparkassen – all das seien Erfolge der Linkspartei.

Als Antwort an jene in der LINKEN, die sich prinzipiell gegen das Mitregieren aussprechen, argumentiert der seit zwei Jahren in der Erfurt Staatskanzlei amtierende Ministerpräsident: "Ich regiere mit Bewusstsein und Vorsatz." Wenn ihm jemand sage, man dürfe nicht regieren, solange es Kapitalismus gibt, könne er damit nichts anfangen, so Ramelow. "Ich bin schon im Kapitalismus geboren und habe eines gelernt: Ich muss mich jeden Tag zur Wehr setzen und einen Schritt machen, um die Spielräume für Menschen zu erweitern."

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