Schattenboxen und Nebelkerzen

So zynisch das klingen mag: Die Reaktionen auf den Anschlag von Berlin liefen und laufen nach dem klassischen Muster ab. Krokodilstränen für die Opfer, die aus ihrer vorweihnachtlichen Stimmung in den Tod oder vielleicht auch in lebenslange Behinderung geworfen wurden. Gepaart mit dem fast schon verzweifelten Versuch, die Täter bloß nicht dort vermuten zu lassen, wo sie zu vermuten sind. Und wenn sie schon dort zu vermuten sind, wo ein Großteil der Bürger sie mittlerweile fast schon zwangsläufig vermutet, dann bemüht sich beispielsweise ein sogenannter „Terrorismus-Experte“ des Öffentlich-rechtlichen Fernsehens darum, die Täterschaft der fundamental-islamischen Miliz des Islamischen Staats wenn irgend möglich auszuschließen und die Moderatoren konzentrieren sich darauf, sogenannte „rechtspopulistische Instrumentalisierung“ in den Mittelpunkt ihrer Darlegungen zu stellen.

Doch der Reihe nach. Ein hochmoderner Sattelzug aus dem polnischen Stettin wird gekapert. Der polnische Fahrer findet sich nach der Tat erschossen im Fahrzeug. Offensichtlich hat der Täter keine Ahnung davon, wie ein Truck funktioniert, und muss sich die Steuerung des Lastzuges erst mühsam beibringen. Dann schafft er es bis in die Berliner Kantstraße, von wo er mit dem Lastzug nördlich der Gedächtniskirche eine Schneise der Verwüstung in den dortigen Weihnachtsmarkt zieht…

Quelle: Tichys Einblick
Schattenboxen und Nebelkerzen

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