Sozialpalaver ist gratis

Zumindest für die Plauderer. Und kurzfristig. Die Betrachtung der Realitäten langfristig angelegter Szenarien wie jene staatlicher Interventions-Experimente – siehe Venzuela, Kuba oder DDR – , Wirtschaftszyklen von Auf- und Abschwung, die Lebensrealitäten unserer Nachkommen oder gar die langfristige Sicherung freier Wirtschaftsstandorte sind dabei nur störend. Von einem Durchbrechen des Denkens weg von der Ignoranz wirtschaftlicher Grundgesetze hin zu einem minimalen Verständnis der Angebots-Nachfrage-Logik ganz zu schweigen. Die grösste und liebste Lüge hinter all der Plauderei der „Sozialen“: Wirtschaft, die der Staat lenkt, hat nur Sonnseiten für alle, während die freie Marktwirtschaft auch Schattseiten hat.

Während also die eine Partei behauptet, alles gut, gerecht und gleich hinbiegen zu können, hat die andere bloß Argumente, die die Leute zur Zeit (noch) nicht erreichen: Langfristige Sicherung der Freiheit, der Würde und der Existenz – die zu allem „Nachteil“ auch noch ihren Preis hat. Entsprechend groß war/ist der Sturm in den Kommentarspalten jener Medien, die die Aussage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), wonach es ohne Mindeslohn rund 60.000 Jobs mehr gäbe, aufnahmen. Der Grundtenor: Das IW ist eine Ausbeuterlobby und Unternehmer, die gegen den Mindestlohn sind, Sklavenhalter. Die Tatsache, dass der Mindeslohn keine Jobs gekostet habe, sei schließlich Beweis genug, dass er…

Quelle: Tichys Einblick
Sozialpalaver ist gratis

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