Spiel der Weltmacht

Weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit zeichnet sich eine neue Weltordnung unter dem designierten 45. US-Präsidenten Donald J. Trump ab. Das politische und mediale Establishment in Deutschland glaubt indes, im Wahlsieg von Trump vor allem „das Ende des Westens“ zu sehen. Die Ablehnung Trumps gegenüber der linksliberalen politischen Korrektheit sowie seine Annäherung an Russland werden als Verursacher eines möglichen Zusammenbruchs des Westens als Wertegemeinschaft und Staatenbündnis gedeutet. Dabei wird übersehen, dass die Vormachtstellung des Westens und seiner kulturellen wie gesellschaftspolitischen Normen der inneren Stabilität und dem industriell-technologischen Vorsprung der westlichen Welt, vor allem aber der USA als Patriarch des westlichen Staatenbündnisses zugrunde liegt. Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und weitreichende Bürgerrechte sind ein Produkt der geschichtlich bedingten Entwicklung im Westen (griechisch-römische Traditionen, Begrenzung der königlichen Macht durch Adel und Kirche, Kapitalismus, Herausbildung eines gesellschaftlich dominierenden Bürgertums), eines enormen Wohlstandzuwachses und des damit verbundenen gesellschaftlichen Fortschritts…

Quelle: Tichys Einblick
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