DER SPIEGEL Nr. 4 – Die neue Weltordnung

Der SPIEGEL verdient in dieser Woche an einigen Stellen Respekt – und zieht gleichzeitig grundsätzliche Kritik auf sich. Theresa May phantasiert vom neuen „Global Britain“ – oder meinte May die Wiederrichtung des alten Empire? – und Donald Trump träumt von großen Deals für die USA. Der SPIEGEL ging die Gefahr ein, mit seiner Titelgeschichte furchtbar alt auszusehen. Denn als Trump am Freitag nach seiner Vereidigung seine erste programmatische Antrittsrede hielt, waren die Druckmaschinen schon angeschmissen. Aber im Grunde liegt die Redaktion mit ihren Themen und Beiträgen durchaus richtig und liefert damit dem Leser eine dringend benötigte Hilfe zur Einordnung der sich abzeichnenden Änderungen in der Weltwirtschaft, in der wohl künftig wieder Politik mit Faustrecht verwechselt wird.

Ullrich Fichtner beschreibt in seinem Leitartikel „Front gegen Trump“, wie der neue US-Präsident blindwütig die Axt gegen alles schwingt, was das böse Washingtoner Establishment in den vergangenen Jahren ausheckte. Fichtner weist richtigerweise darauf hin, dass es den Europäern freistehe, sich China anzunähern, das von Trump bereits angerempelt wurde und irritiert reagierte. Über den Verlauf der Handelsströme entscheiden immer noch Preis und Qualität. Solange die USA da schwächelt, kann kein Präsident per ordre de mufti die Handelsbilanz ausgleichen…

Quelle: Tichys Einblick
DER SPIEGEL Nr. 4 – Die neue Weltordnung

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