Verfassungsschutz: Beobachtung der rechtsextremen Szene wird schwieriger

Bild:  Flickr.com/Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen   CC BY-SA 2.0

Der Wandel in der rechtsextremen Szene stellt den Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt zunehmend vor Herausforderungen. Die Szene werde vielfältiger und kleinteiliger, es gebe neue Erscheinungsformen wie etwa die Identitäre Bewegung, sagte der Chef des Landesverfassungsschutzes, Jochen Hollmann der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. "Für uns wird es dadurch schwieriger, die Lage zu beobachten und zu analysieren", so Hollmann. Seine Behörde geht von rund 1400 Rechtsextremisten im Land aus. Hauptproblem sei nach wie vor die subkulturell geprägte rechtsextremistische Szene, die regelmäßig mit Straf- und Gewalttaten in Erscheinung trete.

Die Zahl rechtsextremer Straftaten ist nach Angaben des Innenministeriums stark gestiegen, um 490 auf 1 749 im Jahr 2015. Darunter fallen auch rechte Gewalttaten, ihre Zahl hat sich auf 109 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.

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