KenFM im Gespräch mit: Dirk Ehnts („Geld und Kredit: Eine €-päische Perspektive“)

Der Euro leidet an einer zerstörerischen Fehlkonstruktion. Kein Land der Euro-Zone kann ihn an die eigene Volkswirtschaft individuell durch Auf- oder Abwertung anpassen.

Vor der Einführung dieser Gemeinschaftswährung war jedes Land in Europa bezüglich der eigenen Währung souverän. Wenn der Export der heimischen Waren stagnierte, konnte ein Staat über die Abwertung des eigenen Geldes die Produkte gegenüber der Konkurrenz einfach billiger und somit attraktiver machen.

Dieser Mechanismus hatte einen synchronisierenden und damit stabilisierenden Effekt auf ganz Europa und die Welt, und wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht umsonst in Bretton Woods festgelegt. Flexible Wechselkurse sind nötig, solange Volkswirtschaften sich massiv voneinander unterscheiden. Das ist bis heute der Fall. Die Einführung des Euros kann man mit einer elektronischen Einspritzanlage vergleichen, die nur eine Einstellung kennt und mit dieser starren Einstellung im gesamten Fuhrpark eines Konzerns verbaut wurde. Ob Schwerlaster, Sportwagen, SUV, Bus oder Oldtimer, alle bekommen dasselbe Gemisch ohne Rücksicht auf das individuelle Einsatzgebiet des Fahrzeuges. 

Mehr Informationen finden sie auf:  KenFM

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