KenFM-Spotlight über den Datenschutz

Ausschnitt aus dem Gespräch über "Das Netzwerk" – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/das-netzwerk/

Wir schreiben das Jahr 1984. Der Überwachungsstaat, Rufname "Orwell-Staat", ist Realität geworden. Einziger Unterschied: er fühlt sich nicht so an, wie im Buch des gleichnamigen Autors.

Auch in der Jahreszahl lag der Autor leicht daneben. Statt 1984 wurde es 2017. Aber sonst?!

Ein Staat, in dem es dem Bürger nicht mehr gelingt, Geheimnisse vor dem Apparat zu haben, während dieser in Hinterzimmern Gesetze für oder besser gegen den Bürger auf den Weg bringt, an die er sich selber nicht hält, ist alles, nur keine Demokratie.

Demokratie lebt von Transparenz und Vertrauen der Bürger untereinander. Demokratie lebt davon, dass der Staatsapparat sich als Dienstleister gegenüber dem Souverän versteht. Der Staat ist wie ein Auto, in dem der Fahrer den Kurs bestimmt und der Motor die Arbeit macht, für die ihn der Mensch konstruiert hat. Der Staat hat sich an das Gesetz zu halten. Er steht nicht über dem Gesetz. Das Gesetz definiert ihn.

Das Leben 2017 in der BRD läuft anders. Privilegien wurden vom Staat verrechtlicht. Parallel dazu ist ein immer größerer Teil der Bevölkerung abgehängt und wird mit Brot und Spielen in der Warteschleife gehalten. Menschen ohne Arbeit sind nur alle vier Jahre für den Staat interessant und lästig, wenn sie sich aus der eigenen Lethargie erheben, um via Wahlen Rache an denen zu üben, die zu groß sind, um zu fallen.

Doch selbst wenn man sich einer legalen Protestbewegung anschließt, jeder der digital kommuniziert ist gläsern und über Metadaten in seinem Verhalten nahezu vollständig zu berechnen. Wer diesen Umstand, diese Tatsache, tatsächlich so öffentlich formulieren würde, bekäme das Label "Verschwörungstheoretiker" quasi automatisch verpasst.

Mehr Informationen finden sie auf:  KenFM

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